Nachspielzeit

Eigentlich wäre ich jetzt schon in Köln ankommen nach sechs Wochen in Äthiopien. Aber: Ich bleibe zwei Wochen länger. 

Der neue Flug war schnell gebucht. Aber um endlich meine Visumsverlängerung im Pass kleben zu haben musste ich eine Woche lang zwischen dem Kommunikationsministerium, dem Ministerium für Äußere Angelegenheiten und dem Einwanderungsamt hin- und herspazieren.

Was sich seit meinem letzten Update vor etwa vier Wochen getan hat, habe ich hier einmal notiert. Die Erlebnisse bei den Baumwollfarmern in Gondar habe ich in einem 16-minütigen Feature zusammengeschnitten, das man hier hören kann. In Bahir Dar habe ich das Textilinstitut der Universität besucht. Wie gewaltig die Veränderung in diesem Land und die Hoffnung sind, die eine Generation auf die so junge Industrie setzt, war nirgends sonst so greifbar. Eine Betrachtung, die sich deshalb auch im Blog der Stiftung findet. Die Uni kooperiert unter anderem mit Bahir Dar Textiles, einer Fabrik, die Heimtextilien herstellt. Der Besuch hat mich zum Grübeln gebracht: Was bedeutet ein Monatslohn von 45 Euro in einem Land, in dem eine Tasse Tee oft keine fünf Cent kostet?

Zurück in Addis Abeba habe ich mich – neben meinen Ausflügen zu den Ämtern – viel um offizielle Daten, Fakten und Einschätzungen zur Entwicklung der Textilbranche bemüht. Auch das war (und ist) recht mühsam. Wie auch die Versuche, Zugang zu manchen Fabriken zu bekommen. H&M und seine Zulieferer zum Beispiel schweigen. Aber durch einen Zufall gibt es nun wohl doch eine Chance. Mehr sei hier erst einmal nicht verraten. Ein anderer Zufall hat mich zu Ephrem gebracht, einem Künstler, der soeben sein Studium abgeschlossen hat. Sein Abschlussprojekt: Gemälde von der Arbeit der traditionellen Weber.

Weiterhin gibt es Fotos immer wieder mal bei Instagram. Ansonsten in diesem Album bei Facebook und hier bei flickr. Wer gar nichts verpassen will:

 

2 Gedanken zu “Nachspielzeit

  1. Selam Jonas,
    habe die ganzen Wochen deine Reiseeindrücke und Erlebnisse verfolgt.
    Beneide dich fast ein wenig.
    Und bin jetzt schon mal gespannt auf deinen Abschlussbericht an die Stiftung.
    Vor allem aber auf das,was du zu erzählen hast,wenn wir uns wiedersehen.
    Bis dahin noch viel zu Erlebendes.
    GglG Papa!

    1. Auf den Bericht für die Stiftung wirst du dich noch gedulden müssen. Der erscheint erst Ende des nächsten Jahres. Außer du hast Lust die Rohfassung auf Rechtschreibfehler gegenzulesen? Aber klar, den persönlichen Bericht gibt’s kurz nach Weihnachten bei einem Rauchbier unterm Dach

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