DR Kongo: Ebola in Mongbwalu – mein erster Film für DW Reporter

Mit Marcus Loika und Christian Kalala vor einem Ebola-Behandlungszentrum in Mongbwalu.

Viele Fotos gibt es von dieser Reise nicht. Nur diese eine Aufnahme unseres Teams vor einem Ebola-Behandlungszentrum. Normalerweise mache ich ein paar Bilder, wenn ich mit Kameramann Christian Kalala auf Dreh bin. Dieses Mal hatte ich dafür keinen Kopf.

Wir sind in den Goldgräberort Mongbwalu in der Provinz Ituri gereist, wo im Mai dieses Jahres Ebola ausgebrochen ist. Selten hat ein Dreh so viel Konzentration abverlangt. Zuallererst ging es um den eigenen Schutz vor dem Virus, das keine Nachlässigkeit erlaubt. Dazu kam die Sicherheit in einer Umgebung, in der Milizen das Sagen haben und das Misstrauen groß ist.

Ein Überlebender als Protagonist

Erst vor Ort lernten wir Deogratias Kasereka kennen, den ersten Ebola-Überlebenden aus Mongbwalu. Heute arbeitet er selbst in der Ebola-Hilfe mit. Die geplante Geschichte über die Schwierigkeiten bei der Suche nach Ebola-Fällen und der Kontaktnachverfolgung haben wir dann mit ihm erzählt. Dabei haben wir gelernt, dass die Krankheit vor allem in den Gemeinden besiegt wird: mit mühsamer Aufklärungsarbeit in Krankenstationen, Kirchen und Goldminen. Dort, wo dies geschieht, gibt es Hoffnung.

Der Film ist im Format DW Reporter erschienen und 12:30 Minuten lang. Die Kurz-Doku gibt es auf deutsch und auf englisch.

Ein Déjà-vu nach acht Jahren

Für mich war der Dreh auch eine Rückkehr zu einem Thema. Bereits 2018 habe ich über Ebola im Kongo berichtet, für die DW und den Spiegel. Mit Misstrauen und Unsicherheit hatten die Ebola-Helfer auch damals zu kämpfen. Aber immerhin konnten sie sich selbst impfen, sowie Personen, die mit Infizierten in Kontakt waren. Für Bunidbugyo gibt es noch keine zugelassene Impfung.

Das zweite Tandem

Möglich gemacht hat den Film das Tandem-Programm der DW, bei dem sich zwei Redaktionen zusammentun. Der lokale Kollege Marcus Loika kommt von French For Africa.

Es ist bereits mein zweites Tandem. 2025 war ich mit Kollege Pascal Muhindo Mapenzi rund um Beni unterwegs. Wir haben über die Virunga-Schokoladenfabrik berichtet und sind nach Lubero and die Frontlinie zu den M23-Rebellen gereist.

Ein eingespieltes Team

Christian Kalala ist ein zuverlässiger Kameramann, mit dem ich regelmäßig drehe. Gemeinsam haben wir auch für die ZDF-frontal-Dokumentation „Gold.Macht.Gier“ in Goldminen om Haut-Uele gedreht und eine Reportage über CO2-Zertifikate in der Provinz Tshopo realisiert.

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